Techno
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Techno [ˈtɛknoʊ] ist eine Stilrichtung der elektronischen Musik. Der Begriff wird auch als Sammelbegriff für verschiedene, miteinander verwandte Stilrichtungen verwendet. Rund um die Musik entwickelte sich auch eine eigene Jugendkultur, die Technoszene.
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Stilistische Merkmale
Der Musikstil Techno bezeichnet synthetisch produzierte, meist vordergründig rhythmusorientierte Tanzmusik. Charakteristisch ist der 4/4-Takt, mit einer Betonung jedes Viertels durch eine elektronische Bassdrum und eine (meist offene) Hi-Hat auf den geraden Achteln. Ergänzende Elemente sind geschlossene Hi-Hats auf allen Sechzehntel-Noten und Snare drums oder Handclaps auf jedem zweiten Viertel. Der Harmonielehre folgende Akkorde sind von untergeordneter Bedeutung, stattdessen wird oft mit einzelnen Klängen und deren Zusammenwirken experimentiert. Die Klangfarben pendeln dabei zumeist im industriellen bzw. metallischen Umfeld. Die Kompositionen basieren auf so genannten repetitiven Arrangements. Sie bauen sich jedoch häufig durch Hinzunahme von Effekten, Flächensounds oder durch das Einstreuen einzelner Percussion-Elemente, die sich nahtlos in das Rhythmusmuster einfügen, stufenweise auf.
Elektronische Musik mit regelmäßiger Bassdrum
Der Versuch einer Kategorisierung in Subgenres ist so alt, wie die Techno-Musik selbst. Tatsächlich gab und gibt es in der Entwicklung von Techno immer wieder (teilweise auch nur zeitliche und/oder räumliche) Ausprägungen. Dahinter standen manchmal Marketingstrategen, um das Interesse der Öffentlichkeit zu wecken, nicht selten aber auch die Technoszene selbst, um sich in der immer unüberschaubaren Vielfalt von Veröffentlichungen besser orientieren zu können. Eine Unterscheidung per Definition ist in vielen Fällen allerdings nur schwer möglich, da die Grenzen fast immer fließend sind.
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Folgende Bezeichnungen für Untergenres sind verbreitet:
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Abgrenzung von House
Es erweist sich häufig als schwierig, die Familie der Techno-Richtungen und House voneinander abzugrenzen. Eine Trennung wird von vielen Protagonisten der Szene abgelehnt, da beide Musikrichtungen auf ähnlichen Grundelementen basieren. Behelfsweise kann House jedoch anhand folgender Kriterien zugeordnet werden:
- House ist oft langsamer (110 bis 125 BPM)
- House besitzt meist einen Rhythmus mit punktierten Sechzehnteln (am Funk orientiert)
- kennzeichnend ist auch die Verwendung traditioneller Instrumente oder deren Samples.
Stile mit komplexen Rhythmusmustern
Fasst man den Begriff etwas weiter, kann die Gesamtheit der seit den 1990ern entstandenen, tanzbaren Musik mit ausgeprägt elektronischem Charakter, zwar nicht gleichgesetzt, aber dem „Bereich Techno“ zugeordnet werden. Dazu gehören auch Stilrichtungen mit unregelmäßigen Rhythmen und Rhythmus-Experimenten und teilweise auch Genres die dem Bereich Chill Out zuzuschreiben sind. Die Entstehungsgeschichte dieser Genres ähnelt sich in verschiedenen Punkten, verlief allerdings zu einem Großteil parallel und unabhängig zur Herausbildung der eigentlichen Technoszene. Es kommt jedoch vor, dass einige Produzenten auf der gesamten Spannbreite der elektronischen Musik arbeiten (z. B. CJ Bolland und Cristian Vogel) oder verschiedene Stilrichtungen auf entsprechenden Veranstaltungen vertreten sind und somit Grenzen verwischen. Konträr dazu bedienen sich oft auch Künstler aus genre-fremden Richtungen „Techno-typischer“ Elemente.
Überlagerungen ergeben sich in diesem Fall mit folgenden Spielarten:
- 2Step
- Ambient
- Big Beat
- Drum & Bass
- Electro
- Electronica
- Intelligent Dance Music (früher auch Intelligent Techno oder Experimental genannt)
Anmerkungen zum Begriff
Der Begriff „Techno“ wurde in Europa 1982 von Talla 2XLC unter der Betrachtung von Elektronik als technologischer Fortschritt geprägt. Er sortierte in Frankfurt am Main in dem Schallplattenladen City Music elektronisch produzierte Musik in eine eigenständige Kategorie und benannte diese mit „Techno“. DJ´s wie Sven Väth orientierten sich derzeit beim Plattenkauf an dieser Zusammenstellung. 1984 eröffnete er den Technoclub wodurch der Begriff weiter an Popularität gewann.
In den frühen 90er Jahren wurde die Musik oft auch Tekno, Tekkno, Tekkkno, Tekkkkno oder Tekkkkkno genannt. Umso härter desto mehr Ks. Es gab Techno mit einem K und es gab extrem harten Techno mit 5 Ks. Unabhängig davon tauchte „Tekno“ mit nur einem K bereits vereinzelt in Track- und Compilation-Titeln wie „Tekno Talk“ von Moskwa TV (1985), „Tekno la Droga“ von Negrosex (1991) oder bei der US-amerikanischen Elektronik-Compilation „Metro Tekno“ (1992) auf. Bis etwa 1993 kursierte jedoch die regionale Eigenart, die Härte der Musik mit der Anzahl der Ks auszudrücken. Diese Schreibweise konnte sich allerdings nicht durchsetzen.
Eine ähnliche Variante bildete sich kurz darauf mit der Entstehung der Freetekno-Szene heraus.
Einflussreiche Vertreter
Hinweis: Es sind nur originäre Techno-DJs aufgeführt, nicht die Vertreter der verschiedenen Unterkategorien des Techno.
Die folgende Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Techno" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.
Kategorien: Musik | Stile

